Marcel Bauer: „Ich möchte auf dem Feld ein Vorbild sein“

Mit 154 Treffern wurde Marcel Bauer in der abgelaufenen Spielzeit Torschützenkönig in der Landesliga Nord. Im Interview lässt der 28-jährige die Saison 2019/20 Revue passieren und gibt auch einen Ausblick auf zukünftige Ziele der Weiß-Schwarzen.
Wenn man Marcel Bauer nach seinem Fazit zur abgelaufenen Spielzeit fragt, so verliert auch er sich schnell in Superlativen: „Das Endergebnis ist natürlich grandios, sowohl für unser Team, als auch für mich persönlich. Ich bin bei uns als großer Optimist bekannt, aber nicht einmal ich hätte erwartet, dass wir in der Abschlusstabelle eine derart großartige Platzierung einnehmen“, so Bauer.
Als Schlüssel zum Erfolg nennt auch er die Heimstärke der Schwarzwald-SG, deren Zuschauer die Hallen in Freudenstadt und Baiersbronn regelmäßig in eine uneinnehmbare Festung verwandelt hätten. Im selben Zug wird er jedoch auch selbstkritisch und merkt an: „Auswärts sind wir leider oft unter unseren Möglichkeiten geblieben. Das war phasenweise katastrophal.“
Nach dem Aufstieg aus der Bezirksklasse hatte Bauer das Amt des Mannschaftskapitäns von Simon Höfler übernommen. Der Routinier, der bereits seit fast 20 Jahren Mitglied des Vereins ist, nahm seine Rolle exzellent an und ging als Führungsspieler vorneweg. „Ich möchte auf dem Feld ein Vorbild sein und übernehme gerne die Verantwortung. Das ist das wichtigste an meiner Rolle“, fasst Bauer seine Auffassung des Kapitänsamtes zusammen.
Dass er nebenbei auch die „Torjägerkanone“ als erfolgreichster Schütze der Landesliga Nord ergattern konnte, erfüllt ihn mit Stolz. Auch wenn Bauer vom Beginn seiner Aktiven-Laufbahn an zu den Top-Scorern der SG gehörte, blieb ihm dieser Titel sowohl in der Bezirksklasse als auch in der Landesliga bislang verwehrt. 
Auf die Frage, ob er diesen Titel in der kommenden Saison verteidigen möchte, gibt sich Bauer ungewohnt zurückhaltend: „Das wäre natürlich sehr schön, aber davon würde ich nicht sprechen. Die anderen Mannschaften kennen uns nun. Das wird es für uns als Mannschaft und demnach auch für mich als Kapitän nicht einfacher machen.“
Mit diesem Statement wirft der SG-Kapitän auch bereits einen Blick auf die kommende Spielzeit. In der sollte die abgelaufene Saison als Gratmesser gelten und ein ähnliches Ergebnis eingefahren werden. Während Bauer den Ausbau der beachtlichen Heimserien anstrebt, sollen insbesondere in fremder Halle mehr Siege gefeiert und so ein solider Klassenerhalt gesichert werden.
Ob und wann die neue Runde starten kann, steht aktuell noch in den Sternen. Auch ein gemeinsames Mannschaftstraining kann unter Berücksichtigung der momentan geltenden Regelungen und Einschränkungen nicht stattfinden. Dies ist jedoch kein Grund für die Weiß-Schwarzen und ihren Kapitän, sich auf die Couch zu legen: „Alle in der Mannschaft gehen drei Mal die Woche laufen und schicken die Nachweise mittels einer App an die Coaches. Darüber hinaus mache ich noch Krafttraining. Das ist zwar ausreichend, um sich fit zu halten, aber natürlich freuen wir uns, wenn wir zeitnah wieder gemeinsam mit dem Ball trainieren können“, fasst Bauer zusammen.

SG-Damen ziehen gemischtes Saisonfazit

Nach dem vorzeitigen Abbruch der Spielzeit 2019/20 beenden die Damen der SG Freudenstadt/Baiersbronn eine durchwachsene Saison auf Platz elf der Tabelle. Durch eine Präsidiums-Entscheidung des Südbadischen Handballverbands wurde der Klassenerhalt in der Landesliga Nord am „Grünen Tisch“ gesichert.

 

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Entscheidung gefallen: Saison für Handballer beendet

Am Montag gab der Südbadische Handballverband bekannt, dass die Spielzeit 2019/20 mit sofortiger Wirkung beendet wird. Ferner wird es keine sportlichen Absteiger, sondern lediglich Aufsteiger geben. Für die Teams der SG Freudenstadt/Baiersbronn bedeutet dies den jeweiligen Klassenerhalt in der Landesliga Nord.
Der Präsidiums-Beschluss des SHV folgt dabei einer Empfehlung des Deutschen Handball-Bundes (DHB). In der offiziellen Meldung heißt es: „Unser Ziel war es bis zuletzt, eine sportliche Lösung für die Beendigung der Runde zu erreichen. In einem Zeitfenster, das durch die Sommerferien begrenzt und von der Sperrung von Schulen und Hallen gekennzeichnet ist, ist dies jedoch leider nicht mehr möglich.“ Die beschlossene Regelung soll den Vereinen Planungssicherheit für die kommende Saison geben und wenn möglich deutschlandweit einheitlich getroffen werden.
Ein weiterer wichtiger Eckpunkt des Beschlusses ist die Tatsache, dass es in dieser Saison keine sportlichen Absteiger geben soll. Mannschaften, die zum Stand des 12. März 2020 auf einem direkten Aufstiegsplatz standen, dürfen jedoch aufsteigen. Mit dieser Entscheidung werde kein Verein benachteiligt und Teams, welche bislang eine erfolgreiche Runde gespielt haben, für ihren Erfolg belohnt. Weitere Regelungen zum genauen Spielplan der kommenden Saison und zur Gestaltung des Jugend-Spielbetriebs werden in den kommenden Wochen seitens des Verbands abgestimmt. Dies jedoch geschieht in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie.
Auch wenn die bisherige Vermutung über den Abbruch der Saison nun auch für die aktiven Teams der Weiß-Schwarzen traurige Gewissheit ist, so müssen und wollen sie diese Entscheidung hinnehmen. Der Handballsport muss sich in diesen Zeiten anderen, wichtigeren Themen unterordnen. Alles andere als eine Absetzung weiterer Spiele wäre im Kontext gesamtgesellschaftlicher Maßnahmen unverantwortlich gewesen.
Für die Flaggschiffe der SG bedeutet der Beschluss den Klassenerhalt in der Landesliga Nord. Insbesondere die Damenmannschaft, welche sich noch bis zuletzt im Abstiegskampf befand, profitiert von der Entscheidung des SHV. So richtig zum Feiern ist den SG-Damen jedoch nicht, hätten sei doch gerne den Ligaverbleib auf sportlichem Wege gesichert. So kann das Team von Trainer Ludwig Sättler den Klassenerhalt nur „am grünen Tisch“ feiern.
Die erste Herrenmannschaft, welche zuletzt auf Platz drei rangierte, ist mit dem Saisonende ein historischer Meilenstein erreicht. Erstmals seit Gründung der SG Freudenstadt/ Baiersbronn konnte sich eine Männermannschaft in der Landesliga halten. Das Besondere dabei: Als Aufsteiger und Underdog der Liga gingen die Weiß-Schwarzen in allen elf Heimspielen siegreich vom Platz.
Trotz fehlender Einnahmen aus Heimspieltagen und Events stellt der Saisonabbruch für die Schwarzwald-SG keine wirtschaftliche Bedrohung dar. Glücklicherweise konnten in den vergangenen Jahren ausreichend Rücklagen gebildet werden, um das Vereinsleben unvermindert aufrechterhalten zu können. Dabei kann die SG insbesondere auf eine große Solidarität seitens der Sponsoren und Mitglieder bauen. Für die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft wird es in den kommenden Wochen und Monaten darum gehen, den Blick wieder nach vorne zu richten. Demnach laufen bereits jetzt die Planungen für die kommende Saison über alle Organe hinweg auf Hochtouren.

Coronavirus trifft auch den Handballsport

Vor dem Hintergrund des sich ausbreitenden Coronavirus in Deutschland sind auch die Handballer der SG Freudenstadt/Baiersbronn von drastischen Maßnahmen betroffen. Einer Stellungnahme des südbadischen Handballverbandes zufolge wird der Spielbetrieb aller aktiven Mannschaften bis auf Weiteres ausgesetzt. Der Ligabetrieb für Jugendmannschaften ist für die Saison 2019/20 mit sofortiger Wirkung beendet.
Seit Donnerstagnachmittag haben die Weiß-Schwarzen die traurige Gewissheit. Das Coronavirus und seine anhaltende Ausbreitung haben schwerwiegende Konsequenzen für den Handballsport, der seinen Spielbetrieb in weiten Teilen Deutschlands vorläufig einstellen muss. Damit folgt der Handball dem Beispiel zahlreicher Sportverbände und Ligen in ganz Europa unabhängig vom Amateur- oder Profistatus oder der Zugehörigkeit zum Spitzen- oder Breitensport.
Für die Jugendmannschaften der Schwarzwald-SG ist die Saison somit vorzeitig beendet. Der Spielbetrieb im Aktivenbereich ist zunächst ausgesetzt. Hier soll bis spätestens zum 19. April eine Entscheidung gefällt werden, ob und wie der Betrieb fortgesetzt werden kann. Sollte die Saison zum aktuellen Stand eingestellt werden, ist auch noch fraglich, ob sie in die sportliche Wertung eingeht, wovon insbesondere die Auf- und Abstiegsregelungen betroffen sind. Zuletzt wurde auch beschlossen, nicht notwendige Veranstaltungen wie bspw. Sichtungen, Tagungen und Fortbildungen bis auf Weiteres auszusetzen.
Die SG Freudenstadt/Baiersbronn bedauert diese Entscheidung, muss sich jedoch einem weit höheren Ziel unterordnen: „Für alle Aktiventeams, Jugendspieler, Verantwortlichen und Fans ist dieser Umstand natürlich schade. Auch die wirtschaftlichen Konsequenzen in Form von ausbleibenden Einnahmen durch Heimspieltage sind nicht zu verachten“, erklärt Pressesprecher Florian Müller und fährt fort: „Dennoch verteidigen wir die Entscheidung des Verbands und sehen die getroffenen Maßnahmen als notwendig an, um die Gesamtsituation in den Griff zu bekommen. Wir betonen jedoch auch, dass solche Schritte nur als Mosaikstein dienen können und erst im Kontext gesamtgesellschaftlich einheitlicher Vorkehrungen einen Teil zur Verbesserung der Situation beitragen können.“

 

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