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SG-Herren wollen Historisches leisten

Nach dem Sensations-Aufstieg in der Vorsaison kämpft die erste Herrenmannschaft der SG Freudenstadt/Baiersbronn in dieser Spielzeit in der Landesliga um Punkte. Erstmals in der Geschichte der Spielgemeinschaft soll nun der Klassenerhalt in der zweithöchsten Spielklasse des SHV gelingen.
Eine überaus intensive Vorbereitung liegt hinter den Spielern der Weiß-Schwarzen. Auch wenn die obligatorischen Lauf- und Athletikeinheiten nicht fehlen durften, wurde in dieser Vorbereitung ein Schwerpunkt auf die Arbeit mit dem Ball gelegt. Hiermit setzte das Trainerteam Lisiecki/ Kammer seine Linie aus der Vorsaison fort und konzentrierte sich auf die Steigerung des Spielniveaus.
Dass man nahtlos an die Arbeit der vergangenen Jahre anknüpfen konnte, liegt an dem nur punktuell veränderten Kader. Mit Drazen und Bruno Dropuljic sowie Sven und Marc Wissmann kehrten zwei Brüderpaare zur Schwarzwald-SG zurück, die den Verein bereits vorab sehr gut kannten und sich daher rasch in das bestehende Mannschaftsgefüge integrieren konnten.
Mit Drazen Dropuljic und Marc Wissmann stellt sich die SG im Rückraum breiter auf und gewinnt an Erfahrung hinzu. Allein Dropuljic erzielte in der vergangenen Saison über 100 Treffer für die SG Schenkenzell/Schiltach in der Landesliga Süd. Während Bruno Dropuljic auf der Kreisläufer-Position zuhause ist, schließt der erfahrene Sven Wissmann die Lücke, die der scheidende Kapitän Simon Höfler im Tor hinterlassen hat.
Das Erbe als Kapitän der Weiß-Schwarzen tritt derweil Marcel Bauer an. Seit Jahren ist der Rückraum-Allrounder der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der SG. „Marci kann spielentscheidend sein, ist ein absoluter Führungsspieler und darüber hinaus sorgt er immer für gute Stimmung im Team“, rechtfertigt Co-Trainer Ralph Kammer die Wahl Bauers zum Mannschaftskapitän.
Das Saisonziel für die Schwarzwald-SG liegt auf der Hand. Erstmals seit Gründung der Spielgemeinschaft 2006 soll der Klassenerhalt in der Landesliga gelingen. Zuletzt stand man in der Saison 2010/2011 in der zweithöchsten Spielklasse des SHV, musste aber nach nur einem Jahr den Weg zurück in die Bezirksklasse antreten. Mit dem Ligaverbleib möchte die Lisiecki-Sieben eine historische Leistung vollbringen.
In einer starken und ausgeglichenen Landesliga wird dieses Vorhaben gewiss keine Leichtigkeit. „Das Niveau ist sehr stark. Es gibt keine Außenseiter und viele Teams mit Erfahrung aus höheren Leistungsklassen“, fasst Krzysztof Lisiecki seine Eindrücke der Liga zusammen. In den vergangenen Spielzeiten ging es speziell im Abstiegskampf stets eng zu, sodass sich die SG keine Schwächeperiode erlauben kann.
In Bezug auf die Stärken und Schwächen der Mannschaft stellt das Trainerduo das Kollektiv in den Vordergrund. „Die Mannschaft harmoniert gut, hat aber auch individuell starke Einzelspieler“, so Ralph Kammer. Immer wieder zeigten die Weiß-Schwarzen in der Vorsaison eine große Moral. Davon zeugt allein der Aufstieg nach einer 9-Tore-Niederlage im Relegations-Hinspiel. Trotz alledem müssen die SG-Aktiven speziell in der Defensivarbeit und dem Torabschluss noch konsequenter werden, da Fehler in dieser Spielklasse gnadenlos bestraft werden.
Ein weiterer zentraler Faktor werden die Spiele vor eigenem Publikum. „Dort haben wir in der vergangenen Saison kein Spiel verloren. Wir haben großartige Fans und hoffen, zuhause den Grundstein für den Klassenerhalt legen zu können“, formuliert Head-Coach Lisiecki. Auswärts wird die Schwarzwald-SG hingegen häufig als krasser Außenseiter ins Rennen gehen. Dennoch möchte sie sich nicht verstecken und auch in fremder Halle wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln.

Der Auftakt ins Abenteuer Landesliga startet für die Weiß-Schwarzen am Freitag, dem 13. September um 20:30 Uhr. Im Eröffnungsspiel der Landesliga Nord trifft die SG auf den Verbandsliga-Absteiger und Top-Favoriten TuS Ottenheim. Somit wartet zum Einstieg direkt eine Herkules-Aufgabe auf den Aufsteiger. Co-Trainer Kammer ist sich der Rollenverteilung bewusst „Natürlich wird das gegen so eine starke Mannschaft schwer. Aber wir möchten uns teuer verkaufen und sehen, was darüber hinaus möglich ist.“